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Lernaufgabe


Entre les murs – eine Lernaufgabe und ihre Ziele

Ziel dieser Lernaufgabe sind weder die literaturkritische Besprechung des literarischen Werks noch die Filmanalyse von ‚Entre les murs’ . Beides liegt in einer Reihe von Publikationen vor (vgl. Bibliographie) .

Im Unterschied, bzw. eher ergänzend, zu diesen Arbeiten geht es bei der vorliegenden Lernaufgabe darum, an Hand eines Werks bzw. Films Parameter schulischen Erfolgs bzw. Misserfolgs herauszufinden, die auf andere Werke bzw. auch andere Schulen anwendbar sein sollen. Fokussiert werden soll die Schule, Schulen, der Unterricht, Lehrer und alle Bereiche, die dabei eine Rolle spielen.

Es geht auch um das Thema ‚Schule’, in Frankreich und in Deutschland; Schule für sozial Benachteiligte, für Hochbegabte, für ‚normale’ Kinder, für Kinder mit Behinderungen, für Kinder aus den ZEP… eben um l’école et les jeunes.

Der Fokus liegt auf den Ansprüchen, die Schule hat, haben sollte – und auf der Frage, ob diese Ansprüche eingelöst werden. Und wenn nein: warum nicht?

Dazu gilt es Film-, Ton- und Lesedokumente zu sichten und auszuwerten – was natürlich der Kompetenz Lese-, Hör- und Hör-Seh-Verstehen bedarf. Die jeweiligen Aufgaben(formate), bis ins Abitur relevant, bestimmen als Zielbereich auch den Gesamtplan der Lernaufgabe.

Der Fokus liegt auf einer Vielzahl 1 von Aufgaben, die der französischen Schule – genauer: dem collège unique - gestellt werden; bzw. auf einer Vielzahl von Themen, die in diesem Zusammenhang zu analysieren sind . Vorrangig jedoch immer auf der Frage nach dem Gelingen von Schullaufbahnen. Nach dem erfolgreichen Vermitteln von realen Perspektiven. Und nach Gründen des Scheiterns, wenn es dann dazu kommt. Und nach Auffangpositionen – falls es dann welche gibt.

Die Themenliste ist offen, veränderbar und sicher auch veränderungsbedürftig. Z.B. je nach Intention des Lehrers, je nach Potential der Schüler und nach verfügbarem Zeitkontingent.

Veränderbar auch deshalb, weil die Schulsysteme sowohl in Deutschland als auch in Frankreich im Wandel sind.

Derzeit bieten sich bei allen Unterschieden collège unique und Gemeinschaftsschule für einen erhellenden Vergleich an. Wenn also die Analyse des ‚collège unique’ ergibt, dass es nach immerhin 40 Jahren seit seiner Einführung sehr kritisch, oft als gescheitert, gesehen wird – was für Schlüsse ergeben sich daraus für die Gemeinschaftsschule, die in Deutschland eben gerade eingeführt werden soll?

Diese Lernaufgabe ist also eine offene Arbeitsform: sie wurde für den Unterricht entworfen, wurde in einer K1 durchgeführt, hat funktioniert und wird dennoch aus den o.g. Gründen abgewandelt werden.

Der dabei praktizierte regard croisé setzt das Schwerpunktthema um. Führt also per se (z.B. auch über die Sprachmittlung) zu einem Vergleich. Interkulturelle Vergleiche sind sensible Bereiche. Dieser Vergleich wirft jedoch u.U. mehr Licht auf Mängel im eigenen Land als Schatten auf die Anderen. Bildung hat auch weniger mit Ländern zu tun als mit jungen Menschen. Deren reale Chancen sind zentral.

Die tâche ist ergebnisorientiert. Sie muss den Spracherwerb voranbringen – u.a. durch die Übungskomponente. Sie muss sodann eine breite Arbeitsebene bieten, in der die Schüler agieren können; und die Kompetenzen erwerben und üben können. Das ist die Lernaufgabe. Auf der dritten Ebene werden diese Kompetenzen dann ‚getestet’; das ist die Testaufgabe.

Scénario

 

Ziele der Lernaufgabe: Herunterladen [doc] [27 KB]


1   F. Bégaudeau, Autor und Regisseur von Entre les murs, stellt 22 system-relevante kritische Fragen in seinem Roman (S. 61/62) up